Französisches Frühstück

Wie den meisten Deutschen, Italiener, Spaniern et cetera, bleibt auch dem Franzosen an einem normalen Werktag nicht viel Zeit für das Frühstück. Denn ebenso wie in Deutschland beginnt die Arbeit, je nach Beruf, um 7, 8 oder 9 Uhr. Die Kinder müssen zur Schule gehen, sodass der Morgen in einem normalen französischen Haushalt ähnlich wie in allen europäischen verläuft.

Erwachsene und Kinder sind noch relativ müde, müssen sich aber beeilen. Jeder muss zusehen, dass er rechtzeitig fertig wird. Für Gemütlichkeit oder ein typisches französisches Frühstück bleibt während der Woche nicht viel Zeit.

Typisch französisches Frühstück

Das typisch französische Frühstück, das an einem Werktag auf dem Tisch steht, besteht aus Croissants und Milchkaffee. Die Kinder trinken entweder heiße Schokolade oder einen Milchkaffee, der zum größten Teil aus Milch besteht und nur wenig Kaffee enthält.

Neben Croissants gibt es eventuell noch Baguette, das mit Marmelade bestrichen wird, oder mit den typisch französischen Käsesorten, wie Camembert, Brie oder Roquefort.

Am häufigsten frühstückt der Franzose jedoch nur einen kleinen schwarzen Kaffee, den café noir, und raucht dazu eine Gauloise. Obwohl das wie ein Klischee klingt, werden es viele Frankreichbesucher bestätigen können.

französisches Frühstück

Tipps für ein französisches Frühstück

Am Wochenende, wenn der Franzose etwas mehr Zeit hat, wird er zwar normalerweise seine Morgenmahlzeit auch nicht um sehr viel vergrößern, denn in Frankreich werden zu Mittag und zu Abend warme Speisen verzehrt. Damit der Franzose am Mittag nicht noch satt ist, fällt auch am Wochenende das Frühstück nicht üppig aus.

Nur ausnahmsweise wird es erweitert. Dann gibt es außer den bereits erwähnten Zutaten wie Croissants, Baguette und Käse auch noch Brötchen (petits pains), Madeleines, bretonische Galettes, Crêpes, vielleicht eine Zitronentorte (tarte au citron), ein französisches Omelette und gefülltes Gemüse (petits farcis). Die Getränkeauswahl wird um einen frisch gepressten Orangensaft (jus d'orange) erweitert.

Rezept: französisches Frühstück

Bei einem erweiterten französischen Frühstück dürfen natürlich die Crêpes nicht fehlen, denn sie schmecken sowohl süß, als auch herzhaft:

  • Für den Teig werden 125 Gramm Mehl mit einer Prise Salz, einem Ei und 100 Milliliter Milch verrührt.
  • 25 Gramm Butter werden zerlassen und zusammen mit 125 Milliliter Wasser langsam in die Teigmasse gerührt.
  • Der Teig muss anschließend im Kühlschrank für eine halbe Stunde ruhen.
  • Nach der Ruhezeit wird der Teig mithilfe eines kleinen Schöpflöffels in einer schwach ausgefetteten Pfanne hauchdünn aufgestrichen.
  • Ist die Unterseite gebräunt, wird der Crêpe mit einem Schwung in die Luft geworfen, sodass er sich dreht, und wird mit der Pfanne wieder aufgefangen. Nun wird die andere Seite leicht gebräunt.
  • Der fertige Crêpe wird entweder mit Marmelade bestrichen und aufgerollt, oder mit Schinken und Käse belegt.

Rezept: französisches Omelette

Ein weiteres Gericht, das auf dem französischen Frühstückstisch nicht fehlen darf, ist das französische Omelette:

  1. Für das naturbelassene Omelett werden vier Eier mit zwei Messerspitzen Salz und acht Esslöffeln Milch gründlich verquirlt.
  2. In einer Pfanne werden 20 Gramm Butter geschmolzen und anschließend wird die Eiermasse hineingegossen.
  3. Sie wird gut über die Pfanne verteilt.
  4. Wenn nur noch die Oberseite der Masse leicht feucht ist, wird das Ei aufgerollt.
  5. Es wird noch ein wenig Butter in die Pfanne gegeben, damit die Ei-Rolle von unten leicht braun wird.
  6. Das fertige Omelett wird sofort heiß serviert.

Wenn das Omelett gefüllt werden soll, wird die Füllung vor dem Aufrollen auf das Omelett gestrichen. Besonders leckere Füllungen wären zum Beispiel eine Trüffelfüllung oder eine Füllung mit Pilzen.